Technik-Blog

Neues zur Funktionalen Sicherheit (DIN EN ISO 13849)

Beitrag vom 08.02.2016

Wichtige Norm wird einfacher und praxisorientierter!

Europäische Normen sind nicht unbedingt dafür bekannt, einfach und klar zu sein. Zusätzliches Kopfzerbrechen bereitete der Branche seit fast zehn Jahren die Frage, ob die beiden geltenden Normen zur Maschinenrichtlinie zu einer gemeinsamen zusammengeführt werden oder nicht. Josef Winkelmann, FS Engineer (TÜV Rheinland) im Ingenieurbüro Lauer (Coesfeld), hat nachgefragt und verbindliche Antworten erhalten, mit denen sich fundiert planen lässt.


Planungssicherheit für Jahre.

Die parallel anwendbaren EN IEC 62061 und DIN EN ISO 13849-1 werden auf lange Sicht nicht zu einer neuen Norm zusammengefasst. Die von vielen als besonders praktikabel geschätzte DIN EN ISO 13849-1 bleibt weiterhin für den Konformitätsnachweis der Maschinenrichtlinie in Kraft und erfährt mehrere praxisorientierte Verbesserungen. Diese Beschlusslage wird in englischer und französischer Fassung bereits Anfang 2016 veröffentlicht. Mitte des Jahres wird dann auch die deutsche Fassung vorliegen. Für alle Anlagen- und Maschinenbauer und –betreiber ist das ein positives Signal. „Wer seine Mitarbeiter in den vergangenen Jahren zu dieser Norm geschult und die Prozesse im Unternehmen bedarfsgerecht angepasst und installiert hat, hat auf das richtige Pferd gesetzt“, so Josef Winkelmann.


Vieles wird einfacher!

Mit Blick auf die Praxis wurde gleichzeitig eine Reihe Verbesserungen für die EN ISO 13849-1 beschlossen, die Herstellern und Betreibern das Leben erleichtern wird. So wird künftig neben Schadensausmaß, Aufenthaltsdauer und Gefahrenabwehr auch die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Gefährdungsereignisses berücksichtigt, um den erforderlichen Performance Level (PLr) zu erreichen. In der Praxis wird es dadurch deutlich leichter, den Nachweis für technisch realisierte Steuerungen zu führen. +++ In puncto MTTFd (mean time to failure dangerous), also der Zuverlässigkeitsdauer von Bauteilen, gibt es teilweise spektakuläre Änderungen. Bei Hydraulikventilen (mit geringer Anforderungsrate: < 250.000 Betätigungen pro Jahr) etwa wurde die MTTFd von 150 auf 1.250 Jahre angehoben. +++ Interessant dürfte auch der Vorschlag sein, Standard-Software-Komponenten für Sicherheitsfunktionen bis zu einem bestimmten erforderlichen Performance Level (a und b) ohne zusätzliche Zertifizierung einzusetzen. Werden weitere Bedingungen eingehalten, sollen auch höhere Level (c und d) entsprechend realisiert werden können. +++ SISTEMA, das Programm zum mathematischen Nachweis des Performance Levels, wird ab der Version 2.0 die beschlossenen Veränderungen abbilden und sie im PLr-Nachweis berücksichtigen.


Wer profitiert davon?

„Jeder Maschinen- und Anlagenbauer und –betreiber sollte sich so schnell wie möglich mit den Änderungen vertraut machen, um deren Potenzial für sich zu nutzen“, rät Josef Winkelmann. „Wer schon mit der DIN EN ISO 13849-1 arbeitet und seine Mitarbeiter in ihrer Anwendung geschult hat, kann die Vereinfachungen besonders zügig in seine Abläufe implementieren. Wer sich damit noch nicht befasst hat, sollte die Perspektiven für sein Unternehmen umgehend ausloten. Es kann dabei um wichtige Wettbewerbsvorteile gehen.“

Für Fragen zur neuen DIN EN ISO 13849-1 und der SISTEMA-Version 2.0 steht das Team des Ingenieurbüros Lauer mit pragmatischen Antworten zur Verfügung. Neben individueller Beratung werden auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Basis- und Aufbau-Workshops zum Thema angeboten.

Ihr Ansprechpartner:

Josef Winkelmann
FS Engineer (TÜV Rheinland)

Telefon (DW): 02541 – 97098 (140)
Fax: 02541 – 97098 290
Mobil: 0157 – 780 188 17
Mail: winkelmann@inglauer.de

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